GGR Rechtsanwälte


Facebook User-Frage:

Vielleicht noch eine “simple” Frage von hinten durch die Brust ins Auge.
Welche nicht öffentlichen Räume stünden uns Privatpersonen denn rechtlich gesehen zur Verfügung um eine Privatfahndung durchzuführen?
Oder ist es wirklich generell verboten?

 

Experten-Antwort:

Die Frage kann man kaum pauschal beantworten. Das größte Problem am privaten Fahndungsaufruf ist, dass in der Regel ein Bild des Gesuchten mit dem Fahndungsaufruf oder dessen Namen und Anschrift verbreitet wird. Wenn man keine Genehmigung  zur Veröffentlichung und Verbreitung des Bildes vom Gesuchten hat, verstößt man gegen das Recht am eigenen Bild, was eine strafbare Persönlichkeitsrechtsverletzung darstellt. Es ist umstritten, wann die Voraussetzung „öffentlich“ erreicht ist. Gruppen, die eine Anzahl von mehreren hundert Mitgliedern haben, sind nicht mehr öffentlich. Wenn man den Fahndungsaufruf an eine Handvoll Freunde versendet, ist der Punkt „öffentlich“ sicherlich nicht erfüllt. Man kann grundsätzlich nur davor abraten, eine solche Fahndung im privaten Rahmen durchzuführen, da die Grenzen fließend sind.

 

 

RA Karsten Gulden, LL.M.

RA Tobias Röttger, LL.M.

RA Kevin Müller, LL.M.

RA Daniel Stoll

 

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