lampmann


Facebook-User Frage:

Also ich bin immer noch nicht glücklich mit dem hier gelesenen. Eine der Hauptfragen ist es ja, wann ein Impressum nötig wird.

Da hab ich jetzt die Definition “geschäftsmäßig” gesehen. Aber eben nicht unbedingt vermutet, das dies z.B. auch auf einen Schützenverein anwendbar ist. Vielleicht verbindet ein Jurist mit diesem Begriff eine feste Deutung, die sich mir aber nicht erschließt. Hier wäre eine Erläuterung nett.

In einer anderen Frage hab ich ja nun auch die Definition per Zielgruppe gesehen. Rein privat wäre dann ja wirklich nur etwas passwortgeschütztes, da alles andere ja öffentlich und ggf. sogar in Google greifbar ist. Darunter fällt dann jede FB Seite.

So ganz nebenbei finde ich es empörend, das eine so wichtige Reglung vom Gesetzgeber derart schwammig und schwer verständlich formuliert ist. Ich habe vor ihrer Tätigkeit den höchsten Respekt. Mich persönlich würde diese Judikative als täglich Brot “bekloppt” machen, wie wir im Ruhrgebet so schön sagen – wütend machen gelingt ihr eh schon.

Experten Antwort:

Ein Impressum ist im gewerblichen Bereich immer notwendig. Daneben aber auch im “geschäftsmäßigen” Bereich. Wie Sie schon richtig bemerkt haben, handelt es sich um einen schwammigen und damit auslegungsbedürftigen Begriff. Wir neigen zu einer möglichst rechtssicheren Auslegung, damit wir die Abmahngefahr für unsere Leser senken. Vor diesem Hintergrund schlagen wir folgende Vorgehensweise vor: Ein Impressum ist dann notwendig, wenn man sich im Internet nicht nur gelegentlich sondern immer wieder an einen anonymen Adressatenkreis richtet – unabhängig vonden geposteten Inhalten.
So kann eine Abgrenzung zum rein privaten Handeln stattfinden. Der Privatmann postet z.B. nicht werbend über sich selbst. Zudem richtet er seine Nachrichten nur an Personen, die ihm bekannt sind.

Facebook-User Frage:

Das finde ich schon etwas erhellender. Wobei ja schon eine reine Spaßseite einen anonymen Personenkreis adressiert.

Im Grunde ist es ja dann schon so, das jede Facebookseite sicherheitshalber ein Impressum enthalten sollte.

Ja sogar schon fast mein privates Profil. Denn einen beruflichen Erfolg verkünde auf öffentlich sichbtar ich da gern auch schon mal – und was wirbt mehr?

Experten Antwort:

und genau da kommt man tatsächlich in den unangenehmen Graubereich. Man könnte ja auch überlegen, ob es schon problematisch ist, wenn man über sein privates Profil mit Kunden “befreundet” ist. Man kann ja auch Werbung für sich selbst machen, indem man private Aktivitäten veröffentlicht – die halt gut aussehen für den Kunden.

Experteninformation:

Arno Lampmann
(Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz)

Brigit Rosenbaum II
(Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz)

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